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Beauty Talk: Frédéric Malle

Exklusive Düfte der besten Parfümeure der Welt in einer Edition von Meisterwerken: Frédéric Malle sieht sich als Duftverleger. Wir sprachen mit dem Herausgeber ganz außergewöhnlicher Parfüms, die es jetzt bei LUDWIG BECK gibt!


Eine Edel-Edition großer Düfte, herausgegeben wie Meisterwerke der Literatur – die Idee hinter Ihrer Kollektion ist anspruchsvoll und sehr besonders. Welcher Duft ist nun die Liebesgeschichte, welcher der Thriller, das Märchen, der Gedichtband?

Frédéric Malle: Wow! Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Parfüm ist die unintellektuellste Sache der Welt. Es kann ein Gefühl sein, eine Farbe, eine Allüre, eine Atmosphäre, aber keine ganze Story. Obwohl, die Inspiration für einen Duft ist sicherlich der Beginn einer Geschichte. So gesehen könnte En Passant der Anfang einer Liebesgeschichte sein, Musc Ravageur ein Thriller, Portrait of a Lady eine Oper und Angelique sous la Pluie das Gedicht 

Und welche Kreateur-Geschichte hinter einem Ihrer Düfte mögen Sie am liebsten?

Die Idee hinter Le Parfum de Therese, kreiert für Therese Roudnitska, der Frau des Parfüm-Superstars der 50er und 60er Jahre. Und hier natürlich die Tatsache, dass sie allein es tragen durfte bis sie es mir gab, um das Genie ihres Mannes zu würdigen. Ist doch wunderbar oder?

Können Sie uns eine Familiengeschichte „mit Duft“ verraten? Vielleicht eine von Ihrem Großvater Serge Heftler, dem Gründer von Parfums Christian Dior?

Mein Großvater starb drei Jahre bevor ich geboren wurde. Seine Legende und strikten Prinzipien waren trotzdem so präsent als wenn er noch gelebt hätte. Besser erinnere ich mich natürlich an die kreative Arbeit meiner Mutter, die Baby Dior für mich, meinen Bruder und die Kinder ihrer Freunde schuf. Wir müssen zwei oder drei Jahre alt gewesen sein und eine ganze Truppe sehr gut riechender Pariser Kinder. Später wurden wir in Eau de Sauvage getränkt, das bei uns in Literflaschen rumstand. Parfüm war immer Bestandteil meines Lebens. Als junger Mann habe ich im Le Palace, dem angesagten Nachtclub in Paris, die wahre Power des Parfüms entdeckt. Und ich lernte, dass für jeden einen Duft gibt, der besonders gut zu einem passt. So hat alles begonnen.

Können Sie sich noch an den Aromen-Mix ihrer ersten eigenen Duftkreation erinnern?

Ich erinnere mich an unzählige Tage, die ich damit verbracht habe, die Rohmaterialien zu riechen, zu testen. Parfümeure wie Edouard Fléchier haben mir abends stundenlang meine Fragen beantwortet und erklärt, wie man damit arbeitet. Dann wollte mein damaliger Boss, einer der Teilhaber von Nina Ricci, eines Tages tatsächlich einen Duft von mir. Und wurde mein erster Kunde.

Bei Düften geht es um Emotionen. Was ist der gewagteste Mix in „Editions de Parfums“? Welcher der weiblichste? Und der dunkelste?

Der Dunkelste ist sicherlich Noir Epices, dominiert von Gewürzen und Patchouli, sehr trocken, sehr dunkel. Der gewagteste ist wahrscheinlich Geranium pour Monsier, inspiriert von einem Mundwasser im 19. Jahrhundert, ganz wunderbar – eines meiner Favoriten!  Und Portrait of a Lady ist sicherlich der verführerischste weibliche Duft, den ich kenne. Es gibt auch Männer, die ihn tragen und zu meiner großen Überraschung geht das sehr gut.

Zum Schluss ergänzen Sie uns bitte folgenden Satz: „Das perfekte Parfüm ...

... muss noch kreiert werden.“

Foto: Brigitte Lacombe



 



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