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Grande Dame des Hotelfachs

Der Bayerische Hof ist eines der bekanntesten Luxushotels der Welt und eine Münchner Institution. Innegrit Volkhardt ist die Chefin des Hotels und leitet den Betrieb in vierter Generation. Mit ihr gelingt dem Bayerischen Hof auch heute der Spagat zwischen Exklusivität und Volksnähe, zwischen höchstem Niveau und Wohlfühl-Atmosphäre. In diesem Jahr feiert das Haus sein 175. Jubiläum.

 

Frau Volkhardt, wie feiern Sie in diesem Jahr?

"Wir lieben es zu feiern. Wir veranstalten immer wieder große Feste wenn wir das Haus erweitern und neue Bereiche eröffnen. Es ist viel passiert in den letzten Jahren. Das 175. Jubiläum feiern wir mit einem Buchprojekt. Die Historie des Hotels erzählen wir entlang der Personen, die es geprägt haben. Mit dem Jubiläums-Buch beschenken wir unsere Gäste und in gewisser Weise beschenken wir uns mit diesem Rückblick natürlich auch selbst."

 

Sobald man sich ausführlich mit der Geschichte des Hauses beschäftigt, wird deutlich, dass der Bayerische Hof für viel mehr steht als „nur“ für ein erstklassiges Hotel.

 

"Schon mein Urgroßvater hatte den Bayerischen Hof immer als eine Stätte der Begegnung gesehen. Einen Ort, der von Reisenden aufgesucht, aber auch von Münchnern oft besucht wird. Ein Ort, der München widerspiegelt. Wir möchten unseren Gästen alles Erdenkliche bieten, um den Aufenthalt zu verschönern. Dazu zählen bei uns beispielsweise ein bayrischer Bierkeller, ein elegantes Theater oder ein hauseigenes Kino. Alles Orte, die Leute zusammenführen, Vergnügen schaffen und das kulturelle Leben der Stadt bereichern."

 

Im Jubiläumsbildband „Begegnungen“ kommen Ministerpräsidenten und Musiklegenden, Designer und Dramatiker zu Wort. Das Buch erzählt Geschichten von und über König Ludwig I., Michael Jackson, Helmut Dietl oder Jeff Koons.


"Nicht nur das Haus selbst steckt voller Geschichte, es erzählt auch gute Geschichten. Stammgäste, Politiker, Gäste aus dem Showbusiness – wir haben viele großartige Besucher, die wir immer wieder bei uns begrüßen dürfen und zu denen es viel zu erzählen gibt. Robbie Williams schrieb ins Gästebuch, Jeff Koons hat uns ein Bild gemalt, Edmund Stoiber stand Rede und Antwort. Das Spektrum ist breit und neben den großen finden auch die kleinen, verborgenen Geschehnisse ihren Platz in unserem Buch."

 

 

Wenn man wie Sie so viel positive Resonanz auf das Geschaffene bekommt – fühlt es sich dann noch an wie Arbeit?

„Bei mir ging es nie darum einen Beruf zu ergreifen, sondern darum, das in der Familie Erschaffene weiterzuführen. Es war für mich selbstverständlich, die Hotelleitung nach der Erkrankung meines Vaters zu übernehmen. Ich war damals 26 und besaß erst seit kurzem mein BWL-Diplom. Ebenso war es für meinen Vater selbstverständlich, als er aus dem Krieg zurückkam und vor den Trümmern seines Erbes stand, das Haus mit seinem Vater wieder aufzubauen. Und für meinen Großvater war es selbstverständlich, in schweren Zeiten das Haus weiterzuführen und weiterzuentwickeln. Daher war es für mich einfach eine große Selbstverständlichkeit. Ich habe nie ernsthaft über Alternativen nachgedacht.“

 

 

Schon seit über 20 Jahren führen Sie den Bayerischen Hof. Sie haben das Haus modernisiert, ohne ihm die Seele zu rauben. Wie schaffen Sie mit einem Traditionsunternehmen den Sprung in die Moderne?


„Die Tradition liegt der Familie am Herzen und wird von Generation zu Generation weiter gegeben. Trotzdem hat jeder seine eigene Persönlichkeit, lebt in seinem eigenen Jetzt und hat seine eigene Auffassung von Aktualität, von dem was er schön findet und wo er hin möchte. So entwickelt sich das Hotel natürlich auch in visuellen und strukturellen Dingen weiter. Mit dem Wiederaufbau, nach der totalen Zerstörung während des II. Weltkrieges, setze mein Vater beispielsweise die kulturelle Tradition der Familie fort und beauftragte die Gestaltung des Theaters „Komödie im Bayerischen Hof“. Die Neugestaltung des Schwimmbads auf dem Dach des Bayerischen Hofs war ebenso ein wichtiger Schritt. Das Haus den Erfordernissen der Zeit anzupassen ist ein Prozess, der notwendig ist und auch Spaß macht. Schließlich bin ich nicht nur für den Fortbestand eines Hauses verantwortlich, das sich seit vier Generationen im Besitz unserer Familie befindet, sondern auch für die Arbeitsplätze von mehr als 700 Mitarbeiter.“


Sie selbst haben sich gleich zu Beginn einen Jazz Club gegönnt.


„Das war nicht ganz uneigennützig. Es ist meine persönliche Leidenschaft - ich liebe Jazz. Ich selbst habe früher Saxophon gespielt. Der Night Club im Bayerischen Hof bot sich als Podium für Jazzveranstaltungen an und ich habe mir immer gewünscht, tolle Musiker im Haus zu haben. Es war also purer Egoismus.“

 

Das Blue Spa mit Dachterrasse, das Garden Restaurant, das Gourmet-Lokal "Atelier" mit Michelin-Stern und das hauseigene Kino, ein von den Münchnern hoch geschätztes Theater, die hochkarätigen Jazz-Veranstaltungen – das Hotel fühlt sich fast an wie eine eigene Stadt in der Stadt München.


„Ja, so könnte man es tatsächlich beschreiben. Es hat auch ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Haus LUDWIG BECK, wo es nicht nur Mode gibt. Auch bei Ihnen kann man sich auch durchs ganze Haus treiben lassen und immer wieder Neues entdecken. Es ist eben immer ein Erlebnis, diese traditionellen Häuser zu besuchen.“

Wenn wir nun beim Thema Mode sind - wie würden Sie Ihren persönlichen Mode-Stil beschreiben?


„Meine Mutter hat sehr lange im Bayerischen Hof Modegeschäfte betrieben. Dadurch habe ich Helmut Lang kennengelernt, der nun leider keine Mode mehr macht. In seinen minimalistischen Entwürfen habe ich mich total wiedergefunden: sehr schlicht und sehr gradlinig, meistens schwarz. Mittlerweile lebt Helmut lang als Künstler in New York. Es gibt ein paar Marken, die Ähnlichkeit mit ihm haben, aber seine Mode hat immer hundertprozentig zu mir gepasst.“

 

Was macht den Standort München für Sie aus?


„München hat wirklich viele Besonderheiten. Zum einen ist München natürlich eine wirtschaftlich starke und attraktive Stadt. Auf der anderen Seite ist da immer auch dieses dörfliche, das München so sympathisch macht. Genießt man in Ruhe einen Blick über die Stadt, dann merkt man wie klein und wie gemütlich alles ist. Das ist für mich das Besondere: es passiert immer wahnsinnig viel, aber gleichzeitig herrscht auch eine große Gelassenheit.“

 

Und wo finden Sie Ruhe und Entspannung – außerhalb des Hotels?


„Außerhalb des Hotels bewege ich mich in einem sehr ländlichen Umfeld. In der Natur und mit den Tieren, die ich bei mir habe, finde ich Ruhe und ein bisschen Abstand. Auch in München selbst kann man an vielen Orten abschalten und entspannen. An einem Sommerabend bei Schuhmanns auf der Terrasse – da kann man wunderbar die vorbeigehenden Menschen beobachten oder selber Freunde treffen. Den Englischen Garten finde ich auch großartig und so schnell zu erreichen. Sie steigen einfach hier im Bayerischen Hof auf‘s Rad, fahren durch den Hofgarten in den Englischen Garten rein, dann sind Sie eigentlich schon am Seehaus.“

Sie wirken zufrieden mit dem, was schon geschafft ist. Aber ein Haus wie der Bayerische Hof ist immer in Bewegung. Was wird als nächstes verändert?


„Ideen haben wir immer! Aber ich bin lieber ein bisschen vorsichtig. Über ungelegte Eier spricht man nicht.“

 

Weitere Einblicke in die Geschichte des Bayerischen Hofs erhalten Sie in der exklusiven Buch Edition, die zum 175. Jubiläum im CONDÉ NAST VERLAG erschien - erhältlich in der PAPETERIE, 2. Etage.

 

 

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